Backbone-Umbau in RZ1 und RZ3



Alle Achtung: Wenn die INFOKOM am Wochenende Switche austauscht…

da haben so einige sicher die Luft angehalten: Während wir am 10. und 11. November dem heiligen Sankt Martin, der ersten knusprigen Gans und der Erholung frönten, tat sich bei vier Kollegen der INFOKOM an jenem Wochenende Gewaltiges: Das A-Team der Infokom war von Samstag Abend ab 19 Uhr bis Sonntag früh um 6 Uhr im Einsatz, um eine Operation am Herzen durchzuführen.

Der Umbau der Backbone-Switche stand in Karlsruhe an – und das ist keine Kleinigkeit, denn die zentralen Switche sind das Herz aller Kommunikation. Um aber schnellere Übertragungszeiten zu erreichen, wurden diese Switche zwischen den verschiedenen Servern und Rechenzentren ausgetauscht. Konnten die sechs ausgedienten Switche lediglich Verbindungen mit bis zu 10 Gigabit bereitstellen, können die neuen nun mit bis zu 100 Gigabit angebunden werden. Außerdem waren nur noch vier Switche nötig, da diese 48 statt 24 Ports pro Switch vertragen. Darüber hinaus wurden zwei Switche pro Rechenzentrum in jeweils einen „logischen“ Switch zusammengeschaltet.

Klar, dass bei dieser Gelegenheit auch alle Ports der alten Systeme auf die korrekte Konfiguration geprüft und auf die neuen Switche eingestellt und konfiguriert wurden. Das allein hat ca. 30 Stunden in Anspruch genommen, war aber enorm wichtig, da hier ein Fehler zu einem Ausfall im Echtbetrieb hätte führen können.

Doch auch Sonntag früh um 6 Uhr war die Arbeit noch nicht erledigt. Denn von 13 bis 17 Uhr wurden noch die letzten Meldungen von den Überwachungssystemen abgearbeitet. Und am Montag standen zwei Mitarbeiter ab 6 Uhr für eventuelle Probleme zur Verfügung, von denen es aber glücklicherweise keine nennenswerten Meldungen gab.

Während des Umbaus waren bis zu 650 virtuelle Server nicht erreichbar. 100 Server waren heruntergefahren worden, da diese auf eine Netzwerkkommunikation angewiesen sind. Die „Wiederbelebung“ der 650 Server erfolgte anhand von Checklisten, die zuvor erarbeitet worden waren, und mit Hilfe des Überwachungssystems. Solange, bis schließlich alle Meldungen „grün“ signalisierten. So „ganz nebenbei“ wurden neben dem Umbau der Netzwerkswitche ca. 200 Kabel umgesteckt oder auch teilweise neu gelegt. In diesem Zuge wurde die Beschriftung der Kabel optimiert, damit bei einer möglichen Störung schneller diagnostiziert werden kann.

„Der Umbau am Herzen des Rechenzentrums ist insgesamt sehr gut verlaufen, die ca. 3000 Dienste konnten nahezu alle am Montag früh genutzt werden und es kam zu keinem nennenswerten Ausfall!“, lobt Infokom-Geschäftsführer Michael Baier die tolle Leistung des Erfolgsquartetts. Wir können uns dem nur anschließen und sagen: Alle Achtung, und vielen DANK!“

 

 



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